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Geschichte des Evangelikalismus

Während die traditionellen protestantischen Glaubensgemeinschaften (Presbyterianismus, Episkopalismus u. a.) in den letzten 50 Jahren die führenden Religionen darstellten, kommen die evangelikalischen Glaubensgemeinschaften (auch Neo Protestanten genannt) zu immer mehr Ansehen. Aus diesem Grund steigt sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in den traditionellen katholischen Ländern wie Lateinamerika und Afrika die Anzahl ihrer Anhänger.

Der Evangelikalismus ist mehr eine protestantische Glaubensgemeinschaft als eine transkonfessionelle Bewegung, die auf Denkweisen und Bräuchen beruht. Er enthält viele verschiedene Gruppierungen wie die Pfingstgemeinschaft, den Charismatismus und die Siebente-Tag-Adventisten, etc. Es gibt auch einen historischen Hintergrund, der sich bis ins 18. Jhdt. zurückverfolgen lässt. Werfen wir einen Blick auf den Ursprung der Religion, die sich heute am schnellsten in alle Welt verbreitet.

Ursprünge und das Erste Große Erwachen

Im Jahr 1666, im neu reformierten Deutschland, begründete der Pastor Philip Spener aus Frankfurt den Pietismus, der sich vom deutschen Lutheranismus abzweigte. Diese Bewegung, die sich an das "authentische" Christentum annähert, wurde von John Wesley im früheren 18. Jhdt. in England eingeführt und basiert auf einer strengen Auslegung der Bibel mit besonderem Fokus auf den persönlichen Glauben. John Wesley war auch der Gründer des Methodismus in der englischen Kirche. Die Ausweitung der britischen Kolonien war der Grund warum sich die Protestanten auch in Übersee verbreiteten und somit das "Erste Große Erwachen" seinen Lauf nahm. Der Methodist John Edwards und der puritanische Priester George Whitefield waren die zentralen historischen Figuren dieses neuen Protestantismus. Die momentane evangelikale Bewegung in den Vereinigten Staaten wird oft als Erbe des Methodismus und des Puritanismus des 18. Jhdt. dargestellt. Dieses Wiederaufkommen des Protestantismus im 18. Jhdt. wird auch als Auslöser dafür bezeichnet, warum in Europa zur gleichen Zeit genau dieselbe Bewegung stattfand.

Das zweite große Erwachen

Das zweite große Erwachen (1800-1830) fand unter den Baptisten und Methodisten statt. Zu diesem Zeitpunkt entstand eine mehr oder weniger homogene Gruppe von evangelikalen Christen. Deutsche und Iren ersetzten langsam die englischen Einwanderer der Kolonialzeit. Sozusagen befand sich die Bevölkerung in einer ethnischen Veränderung. Das Ziel der Evangelikalen war es, die Welt zu verbessern und zu missionieren. Außerdem spielten sie auch in sozialen Themen, wie zum Beispiel sich gegen die Sklaverei einzusetzen, eine wichtige Rolle. In der Mitte des 19. Jhdt. musste sich die babtistische Kirche gänzlich in 2 Gemeinschaften teilen: Die Nordstaaten Kirche, die gegen die Sklaverei war und die Südstaaten Kirche, die sich dafür einsetzte.

Der Fundamentalismus

Vor dem Zweiten Weltkrieg tauchte eine neue Sparte unter den liberalen und konservativen Mitgliedern der Presbyterianern und Babtisten in den Vereinigten Staaten auf. Als Reaktion auf den industriellen Aufschwung und der Urbanisierung formierte sich der Protestantismus neu: der Fundamentalismus als streng konservative Gemeinschaft. Er ist das Erbe des im 17. Jhdt. entstandenen Puritanismus und gegen den liberalen Protestantismus gerichtet. Im Verhandlungsprozess von 1925 wurde der Konflikt zwischen moderner Welt und dem Fundamentalismus zum ersten Mal deutlich. In Tennesse war es zu der Zeit an jeder vom Staat geförderten Lehrstätte verboten, die Evolutionstherorie von Darwin zu unterrichten. Der Biologieprofessor John Scope wurde verurteilt, weil er an einer High School die Evolutionstheorie in seinen Unterricht einbezog.

Der Artikel wurde vom Französischen in das Deutsche übersetzt. Alle Hinweise sind verfügbar im Französischen Artikel.
(LINK zum FRANZÖSISCHEN ARTIKEL)